Einbruchdiebstahl auch ohne sichtbare Aufbruchspuren versichert
Auch Schloss-Picking gilt als Einbruch. Versicherungen dürfen Leistungen nicht allein wegen fehlender Spuren verweigern. Das geht aus einem Urteil hervor. Was ist ein Einbruch ohne sichtbare Schäden und zahlt die Hausratversicherung trotzdem? Diese Frage musste das Amtsgericht Frankenthal klären. In seinem Urteil vom 19. April 2017 (Az. 3c C 20/16) entschied das Gericht zugunsten eines Versicherungsnehmers, dem Sportgeräte aus seiner Garage gestohlen worden waren. Entscheidend: Ein Einbruch liegt auch dann vor, wenn das Schloss mit Spezialwerkzeug geöffnet wurde und keine klassischen Aufbruchspuren zu sehen sind.
Leitungswasserschäden: Hausratversicherung muss Reperatur von Fliesen übernehmen
Nach einem Leitungswasserschaden kann auch die Hausratversicherung für Kosten für beschädigte Fliesen leistungspflichtig sein. Das geht aus einem Urteil hervor. Wer zahlt nach einem Leitungswasserschaden die Kosten für den Boden, wenn Fliesen herausgerissen und erneuert werden müssen? Das Schleswig-Holsteinische Oberlandesgericht hat hierzu ein spanndes Urteil gefällt (Az. 16 U 98/24). Denn auch die Hausratversicherung kann in solchen Fällen leistungspflichtig sein. Das gilt selbst dann, wenn die Fliesen gar nicht direkt vom Wasser beschädigt wurden.
Altersvorsorge 2025: Generationengerechtigkeit als Prüfstein
Die Altersvorsorge in Deutschland steht vor einem Wendepunkt: Gesetzliche Rentenreformen, neue Impulse für die betriebliche Altersversorgung und Pläne für ein staatlich gefördertes Altersvorsorgedepot prägen die aktuelle Debatte. Prof. Michael Hauer, Geschäftsführer des Instituts für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP), analysiert im Gastbeitrag die politischen Vorhaben – der Text erschien im aktuellen Versicherungsbote- Fachmagazin (und noch vor der Diskussion um das aktuelle Rentenpaket).
Pflegeversicherung am Abgrund - Wie Solidarität zur Renditemaschine wurde
Seit Jahren beschäftigt Gastautor Alwin W. Gerlach ein Thema, das viele Menschen erst dann betrifft, wenn es sie selbst oder ihre Angehörigen trifft: die Pflegeversicherung. Eigene familiäre Erfahrungen haben ihn geprägt. Für Versicherungsbote schildert der langjährige Prokurist in der Rückversicherung seine Erfahrungen.
Wohngebäudeversicherung: Zwischen Schwelbrand und Neuausrichtung
Extreme Wetterereignisse, steigende Baukosten, Fachkräftemangel: Die Wohngebäudeversicherung steht seit Jahren unter massivem Druck. Dirk Schmidt-Gallas, Senior Partner und Leiter der globalen Insurance-Practice bei Simon-Kucher, sowie Philipp Kaupke, Partner bei Simon-Kucher, zeigen in ihrem Gastbeitrag bei Versicherungsbote, warum die Branche jetzt umsteuern muss – und welche fünf Handlungsfelder entscheidend sind, um die Zukunftsfähigkeit zu sichern.
PKV-Beitragsanpassung 2026: Warum Versicherte mehr zahlen müssen
Die private Krankenversicherung steht vor einem deutlichen Beitragsanstieg. Rund 60 Prozent der Privatversicherten müssen 2026 mit deutlichen Erhöhungen rechnen. Haupttreiber sind massiv steigende Leistungsausgaben im Gesundheitswesen.
Rentenpaket bleibt: So will die Koalition die Junge Gruppe übertölpeln
Im Rentenstreit haben sich die Spitzen von CDU, CSU und SPD auf einen Deal geeinigt. Das Rentenpaket soll unverändert beschlossen werden. Um die Junge Gruppe der Union ins Boot zu holen, wird eine große Reformkommission eingerichtet. Die eigentlichen Konflikte um Rentenalter, Beitragssätze und Kapitalmarkt bleiben derweil bestehen.
Elementarschadenversicherung: Versicherer stellen neues Elementarschutz-Modell vor
Die Versicherungswirtschaft prescht mit einem eigenen Modell für bezahlbaren Elementarschutz vor. Doch während der GDV auf „Elementar Re“ als solidarische Lösung setzt, verweisen die Kritiker aus den Reihen der Umweltverbände und Verbraucherschützer auf günstigere Vorbilder wie Frankreich.
